Primal Scream

Subway Jazz Orchestra
Release: 22.01.2016

Warum sind unsere jungen Musiker nur so verdammt unvernünftig? Bestens ausgebildet, musikalisch top-notch, mit einem Bein schon in der Rundfunkbigband und dann das:
Ein Freelance-Jazzorchester, das ausschliesslich Original-Arrangements spielt und sich in einem Club das Nest macht, wo eh' schon kaum Publikum reinpasst. Und dann auch noch eine Debut-CD ohne skandinavischen Stargast, ohne programmatisches Gimmick, ohne interaktive App… Kinder, denkt doch an eure Zukunft!

Nun ja, irgendwer muss ja dafür sorgen, dass der Jazz nicht zum obskuren Werbegeschenk verkommt, sondern sich als Kunstform behauptet und weiterentwickelt. Das SJO bringt dafür die besten Voraussetzungen mit: die Musiker verfügen trotz ihrer Jugend über profunde Bigband-Erfahrung, brillieren sowohl im Satz mit plastischem Blending als auch als Solisten mit Virtuosität und eloquenter Phrasierung. Sie beherrschen die große Kunst, allen Texturen vom filigranen Holzbläsersatz bis zum brachialen Blechgewitter ihre jeweils eigene Strahlkraft zu verleihen. Die Rhythmusgruppe steht diesem Farbenreichtum mit mangustenhafter Wendigkeit zur Seite.

Auch im Repertoire zeigt sich das SJO mit "Primal Scream" selbstbewusst: 4 Komponisten mit signifikanter Handschrift entwickeln gemeinsam ein Album, das bei allem frappanten Ideenreichtum den Gesamteindruck von ästhetischer Schlüssigkeit hinterlässt. Dies insbesondere dürfte es sein, was dem SJO die Position einer emblematischen Bigband der 2010er ermöglicht: ein erstklassiges Jazz-Orchester, das bei klarer ästhetischer Entschiedenheit Raum für die individuellen Ideen seiner Generation eröffnet.

Peter Fulda

"..ein weiteres klangmächtiges Ausrufezeichen in die blühenden Landschaften der deutschen Big-Band Szene.."
(Jazzpodium) - ganzer Artikel

"..man kann sich gar nicht dieser Faszination und Frische entziehen, [..] ein dicker BRAVO-Ruf soll in Köln zu hören sein!"
(Wolfgang Giese, Musik-an-sich) - ganzer Artikel

"..fein phrasierende Bläser, brillante und eigenständige, originelle Solisten.."
(Olaf Weiden, Kölnische Rundschau) - ganzer Artikel

"Großer, ausdifferenzierter Ensembleklang und durchschlagende solistische Energie,.."
(CD-Aktuell) - ganzer Artikel

"Der wohl frischeste Wind in der Big Band Szene weht zurzeit aus Köln [..] Die Musik dieser 18-köpfigen Band springt den Hörer an, reißt ihn mit und trägt ihn fort. Und das auf die denkbar jugendfrischeste, lebendigste Weise.."
(Stefan Pieper, NRW Jazz) - ganzer Artikel

"..ein weiteres auffälliges Zeichen der Next Generation, ein Kunstkniff der abwechslungsreichen Konzepte und Stimmungen.."
(Concerto) - ganzer Artikel

"..zeitgenössische Big-Band-Musik auf höchstem Niveau mit Solisten der Extraklasse."
(SR JazzNow) - ganzer Artikel

Mit Primal Scream veröffentlicht das Subway Jazz Orchestra nach nur zweieinhalb jährigem Bestehen sein Erstlingswerk beim Kölner Label FLOAT Music.

Das ambitionierte Vorhaben der Band jeden Monat ein komplett neues Programm zur Aufführung zu bringen und alle Arrangements selber zu schreiben, hat in der erst kurzen Bandgeschichte zu einer immensen Menge an hochwertiger und innovativer Big Band Musik geführt. Die Mitglieder des Orchesters sind musikalisch immer weiter zusammen gewachsen und ein ganz eigener Bandsound hat sich etabliert. 

Die logische Konsequenz daraus ist die kollektive Energie auf einen Tonträger zu bannen. Dazu haben die vier Haupt-Komponisten der Band Jens Böckamp, Johannes Ludwig, Stefan Karl Schmid und Tobias Wember je zwei Stücke aus ihrer Feder beigesteuert und gemeinsam mit den 18 Musikern der Big Band ein in sich geschlossenes Gesamtwerk kreiert. Orchestrale Klänge sowie kompositorische Finesse kommen hierbei genauso zur Geltung wie die improvisatorische Klasse der Solisten in den speziell zugeschnittenen Soloparts.

Primal Scream ist ein musikalisches Statement, bei dem das Kollektiv den gesamten Schaffensprozess hindurch die Zügel selbst in der Hand behielt. Von der anfänglichen Konzeption über das Komponieren, Einstudieren, Leiten und Koordinieren der Aufnahmen bis zur Veröffentlichung auf dem Band-internen Label FLOAT Music. Hier fließen Energie und Engagement in einer Art und Weise zusammen, wie es heutzutage nur selten vorzufinden ist.

Ermöglicht wurde die Produktion durch die Unterstützung der Initiative Musik gGmbH, den Deutschen Komponistenverband sowie den Deutschlandfunk Köln, wofür wir uns sehr herzlich bedanken.

Subway Jazz Orchestra
Float Music