Mount Meander
Karlis Auzins – Saxophone
Lucas Leidinger – Klavier
Tomo Jacobson – Kontrabass
Thomas Sauerborn – Schlagzeug
Alben
Live in Berlin, 2019 erschienen bei GLIO
Mount Meander, 2016 erschienen bei Cleanfeed
Als Beleg dafür, dass Jazz eine universelle Sprache ist, präsentiert sich hier ein transnationales Quartett mit Musikern aus Deutschland, Lettland und Polen, wobei die letzten beiden in Kopenhagen leben. Falls Ihnen die Namen dieser vier Vertreter einer neuen Generation europäischer Musiker, nämlich Karlis Auzins, Lucas Leidinger, Tomo Jacobson und Thomas Sauerborn, nichts sagen, kennen Sie sicherlich einige derer, mit denen sie bereits spannende Partnerschaften eingegangen sind: John Tchicai, Mat Maneri, Lotte Anker, Andrew D’Angelo, Adam Rudolph, Randy Peterson, Kresten Osgood, Sidsel Endresen und Frank Gratkowski. Das gibt eine Vorstellung davon, was Sie erwartet: Musik mit Haltung, und diese Haltung besteht darin, als ein einziger Organismus zu funktionieren. Kein bloßes Zusammentreffen von vier Individuen, sondern ein vollständiges Wesen, das sich der intuitiven, kollektiven freien Improvisation verschrieben hat. Heißt das, es handelt sich um non-idiomatische improvisierte Musik, um den von Derek Bailey geprägten Begriff zu verwenden? Nicht ganz: Die Band Mount Meander bedient sich musikalischer Idiome, um die Grenzen zwischen Jazz, Avantgarde, Weltmusik, Rock und Pop einzureißen, und gerade deshalb geht es auf dieser CD nicht um Genres. Es geht um Einheit, Gleichberechtigung, Vertrauen und Kommunikation. Sind Sie bereit für sie?
– Pedro Costa
Echo
„Dieses Quartett zeigt uns, dass man bei Jazz, der zugleich mutig und hörenswert ist, keine Kompromisse eingehen muss. Hier gehen atemberaubende Melodien Hand in Hand mit rastloser Experimentierfreude, und das Ergebnis ist Musik von unerschöpflicher Anziehungskraft.”
4/5 Sterne (Derek Stone – Free Jazz Blog – USA)
„[Mit] der zweiten CD der Band (…) gehen die Quartettmitglieder nun fest ihren eigenen Weg, ohne zu mäandern. (…) Für die einen Avantgarde, für andere moderner Mainstream: Live in Berlin zeigt, was Zusammenarbeit zu leisten vermag. Vielleicht sollten sich hochtrabende Politiker ein Beispiel an Jazzmusikern nehmen.”
(Ken Waxman – Jazz Word – USA)
„Vielschichtig und üppig, mit unscharfen Konturen und Grenzen.”
(Tom Greenland – New York City Jazz Record #10, 2019 – USA)
„Definitiv eines der besten europäischen Avantgarde-Jazz-Alben, die 2019 bislang auf meinem Schreibtisch gelandet sind.”
(Adam Baruch – The Soundtrack of my Life – Polen)
Zu hören in den Top 10 der besten Alben 2019
(Tomasz Gregorczyk – Rozmowy Improwizowane – Polskie Radio II – Polen)
„Hier gibt es nichts zu transkribieren!”
(George W. Harris – Jazz Weekly – USA)
Unter den Picks der Woche von Avant Music News: 21. Feb. 2019;
aufgeführt unter den „Excellent Releases of the First Half of 2019"
(Avant Music News – USA)
„Tune of the Day”: 8. Feb. 2019
(Dave Foxal – a Jazz Noise – USA)
„Die Musiker improvisieren einfach fantastisch – die Musik ist erfüllt von Helligkeit, Drive, Ausdruck und innovativen musikalischen Entscheidungen.”
(Avant Scena – USA)
„Avantgarde-Jazz strahlt als Leitstern über einem feinmaschigen Netz aus Jazz, Weltmusik, Rock und Pop.”
(Niels Overgård – Jazz Nyt – Dänemark)
„Was diese Musik am meisten auszeichnet, ist das Maß an Kommunikation und Zusammenarbeit unter den Musikern. Dies ist eine wahrhaft führungslose Band, ein kollektives Unterfangen, ein Homo-sapiens-Projekt. Es ist nicht unbedingt ein ungezügeltes Gespräch, ein freier Ideenaustausch oder eine Art ‚mystische’ musikalische Verbindung im Entstehen. ‚Mount Meander’ handelt eher von menschlichem Feingefühl, vom kreativen Prozess und von jenen besonderen Momenten, in denen Musik Genres transzendiert und Kunst die eigenen Grenzen übersteigt. Ein wahrhaft denkwürdiges Projekt. Nachdrücklich empfohlen.”
(Cezary Lerski – Polish Jazz Net – Polen/Kanada)
„Während es scheinen mag, als gäbe es eine Fließbandproduktion für Formationen aus Skandinavien, zeigt Mount Meander, dass der Output keineswegs standardisiert ist.”
3,5/4 Sterne (John Sharpe – All About Jazz – Großbritannien)